D-Rad R0/5

Ansicht des D-Rades mit Karbidbeleuchtung

Ansicht des D-Rades mit elektrischer Beleuchtung

Ansicht des D-Rades mit Karbidbeleuchtung Ansicht des D-Rades mit elektrischer Beleuchtung

 

Technische Daten


Motorentyp: 1-Zylinder, 4-Takt
Zylinder: Sackzylinder
Kolben: Graugusskolben
Hubraum: 496 cm³
Leistung: 10 PS bei 3800 U/min
Bohrung x Hub: 82 mm x 94 mm
Steuerung: SV (2 Ventile)
Zündung: Magnetzünder von Siemens, Bosch oder Mea
Beleuchtung vorne: Version K: Hella Karbidscheinwerfer
Version EZ: Bosch Trommelscheinwerfer TS150
Beleuchtung hinten: Version EZ: Bosch JN3
Schmierung: Automatisch betätigte Drehschieberpumpe mit Handpumpenergänzung am Motor
Verbrauch: ca. 3.5 Liter / 100km
Kupplung: Stahllamellen
Kupplungsbetätigung: Fusswippe rechts, Hilfshebel am Lenker links
Getriebe: Schiebeklauen; Gang 1 + 3 über Klauen, Gang 2 über Zahnrad
Kraftübertragung: Primär: Zahnräder, Sekundär: Kette
Vergaser: SUM D - 500, SUM D3 – 500 und SUM K3 - 500
Federung: Gezogene Kurzhebelschwinge mit Blattfeder
Rahmen: aus nahtlos gezogenen Spezial-Stahlrohren, Hartlötung
Bremsen: Innenbackenbremse und Keilkotzbremse auf separater Bremsfelge
Felgen: 27 x 3,50 oder 26 x 3,00 (Wulstreifen) oder Drahtreifen (Zubehör)
Kraftstofftank: mit 12 Liter Inhalt
Sattel: -
Lenker: -
Auspuff: so wie bei R0/4 oder R0/6
Werkzeug: Werkzeugkästen wie bei R0/6
Zubehör: Ballhupe, Lichtanlage, Tachometer, Beinschützer, Sozius, Bosch Hupe, etc.
Tachometer: Corbin-Tachometer
Gewicht: 140 kg
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Preis: -
Sonstiges: Trittbretter
Schaltbetätigung mit Schaltschwert
Horn und Hupe: Bosch FD6A
Hella-Ballhupe
Motor- und Rahmennr.: 32001 - 34000 (Bj. 1927 - 1928)
Unterlagen:

Nachtrag zur ETL R0/4 , ansonsten gleich wie R0/4

Kraftfahrzeugbriefe


Prospekte

D-Rad R0/5 Prospekt D-Rad R0/5 Prospekt D-Rad R0/5 Prospekt D-Rad R0/5 Prospekt

 

Bilder

Der Tank der R0/5 wurde anfänglich von der R0/4 übernommen. Weil aber die Kulissenschaltung dem Schaltschwert weichen musste, wurde ein Messingblech mit der Inschrift "Deutsche Industie-Werke Aktiengesellschaft" auf die Stelle der Kulisse geschraubt.

D-Rad R0/5 Kulissenschaltung Schaltschwert D-Rad R0/5 Foto

D-Rad R0/5 Foto D-Rad R0/5 Werksfoto D-Rad R0/5 Foto D-Rad R0/5 Foto

 

Zeitungsartikel

DAS MOTORRAD. D-Rad Modell 1928. Als das D-Rad auf der Automobil- und Motorrad-Ausstellung im Herbst 1924 auf der Bildfläche des Deutschen Motorrad-Marktes erschien, war es die größte Sensation. Im Preise führend, war es auch in der Konstruktion etwas Außerordentliches Der beste Beweis für die Güte der- selben ist die Tatsache, daß nicht weniger als 25 000 Stück dieses Ein- Zylinder-Modells hergestellt worden sind und noch weiter hergestellt werden. Mit der Zeit hat die R0/4, wie das erste Modell bezeichnet wurde, verschiedene Abänderungen erfahren. In diesem Jahre sind die Verbesserungen so wesentlich daß sich die Fabrik veranlaßt gesehen hat, die Bezeichnung R0/5 zu ändern. Bei näherer Betrachtung kann man nun sehen, daß diese Verbesserungen so bedeutend sind, daß sie die Beliebtheit des D-Rades bestimmt steigern werden. In erster Linie ist die Vorderrad- Federung verändert worden. Das früher vorkommende Springen der Maschine ist, wie ich mich durch eine Probefahrt überzeugen konnte, voll- kommen verschwunden, die Maschine liegt fest und ruhig auf der Straße. Die Blattfeder ist verkürzt worden und hat außer vier Federblättern ein Gegendämpfungsblatt erhalten, so daß Stoßdämpfer nicht erforderlich sind. Gleichzeitig sind die Gabel- gelenke verlängert und auf Rollen gelagert worden. Die Vorderrad- Bremse ist bedeutend vergrößert und ist absolut gegen Schmutz gesichert. Am Motor ist keine große Umänderung vorgenommen worden. In der konstruktiven Durchbildung finden wir aber verschiedene Kleinigkeiten, die der Lebensdauer zugute kommen. Die Pleuelstange ist auf Nadeln, statt auf Rollen gelagert, wodurch ein Heißlaufen fast ausgeschlossen ist. Die Ölpumpe ist verbessert worden, der Ölverbrauch dadurch sehr stark herabgesetzt. Der Lenker ist in einer Muffe drehbar angebracht, man kann ihn jeder Haltung anpassen. Die Bequemlichkeit der Haltung wird durch den Ge- triebe-Schalthebel ergänzt, welcher direkt auf dem Gehäuse befestigt ist. Er ist leicht erreichbar und kann nicht klappern, da keine Gelenke oder Lager vorhanden sind. Als Sättel werden nur noch Elastik-Sättel verwendet. Der Tank ist auf 12 l Inhalt vergrößert worden. Eine weitere Errungenschaft betrifft die Schutzbleche, welche jetzt mit seitlicher Abdeckung hergestellt werden, so daß Fahrer und Maschine vor dem Straßenschmutz besser geschützt werden. Den Forderungen der Polizei und der vernünftigen Fahrerschaft entsprechend, ist der Dämpfung des Auspuffgeräusches weitgehend Aufmerksamkeit geschenkt worden. Sie erfolgt durch den großen Auspufftopf in wirksamer Weise, ohne einen zu großen Kraftverlust mit sich zu ziehen, doch ich würde wünschen, das D-Rad noch leiser zu hören, um als Muster für „Alle“ dienen zu können. Es bleibt nur noch hinzuzufügen, daß das elektrische Modell mit dem neuen Bosch-Scheinwerfer von trommelförmigem Aussehen geliefert wird, der im Zusammenhange mit der von der Lenkstange abzublendenden Bilux-Birne einen hervorragenden Schein bei Nacht und bei Nebel er- gibt. Man braucht bei der Abblendung die Fahrt nicht zu vermindern, da das abgeblendete Licht die Straße genügend beleuchtet, ohne entgegenkommende Fahrzeuge im geringsten zu blenden.	E.V.

 

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