D-Rad R0/6

Ansicht des D-Rades mit Karbidbeleuchtung

Ansicht des D-Rades mit elektrischer Beleuchtung

Ansicht des D-Rades mit Karbidbeleuchtung Ansicht des D-Rades mit elektrischer Beleuchtung

 

Technische Daten


Motorentyp: 1-Zylinder, 4-Takt
Zylinder: Graugusszylinder mit abnehmbarem Zylinderdeckel
Kolben: Leichtmetallkolben
Hubraum: 496 cm³
Leistung: 12 PS
Bohrung x Hub: 82 mm x 94 mm
Steuerung: SV (2 Ventile)
Zündung: Magnetzünder von Siemens, Bosch oder Mea
Beleuchtung vorne: Version K: Hella Karbidscheinwerfer mit rundem Entwickler
Version EZ: Bosch Trommelscheinwerfer TS150
Beleuchtung hinten: Version EZ: Bosch JN3
Schmierung: Automatisch betätigte Ölpumpe mit zusätzlicher Spritzdüse zum Kurbeltrieb
Verbrauch: ca. 3.5 Liter / 100km
Kupplung: Stahllamellen
Kupplungsbetätigung: Fusswippe rechts, Hilfshebel am Lenker links
Getriebe: Schiebeklauen; Gang 1 + 3 über Klauen, Gang 2 über Zahnrad
Kraftübertragung: Primär: Zahnräder, Sekundär: Kette
Vergaser: SUM K3 - 500 mit oder ohne Luftfilter
Federung: Gezogene Kurzhebelschwinge mit Blattfeder
Rahmen: aus nahtlos gezogenen Spezial-Stahlrohren, Hartlötung
Bremsen: Innenbackenbremse
Felgen: 27 x 3,50 oder 26 x 3,00 (Wulstreifen) oder Drahtreifen (Zubehör)
Kraftstofftank: mit 12 Liter Inhalt
Sattel: -
Lenker: -
Auspuff: Rautenförmiger Schalldämpfer
Werkzeug: zwei seitliche Werkzeugkästen am Gepäckträger
Zubehör: Ballhupe, Lichtanlage, Tachometer, Beinschützer, Sozius, Bosch Hupe, etc.
Tachometer: Corbin-Tachometer
Gewicht: 150 kg
Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h
Preis: 1928: K -> 1140 RM; EZ -> 1340 RM
1929: K -> 995 RM; EZ -> 1185 RM
Sonstiges: Trittbretter
Schaltbetätigung mit Schaltschwert
Horn und Hupe: Bosch FD6A
Hella-Ballhupe
Motor- und Rahmennr.: 34001 - 44000 (Bj. 1928 - 1929)
Unterlagen:

Ersatzteilliste, Händler-ETL und Betriebsanweisung

Kraftfahrzeugbriefe


Prospekte

D-Rad R0/6 Prospekt

Prospekt
D-Rad R0/6
(PDF; 2.3 MB)

 

Bilder

D-Rad R0/6 Unfall Foto D-Rad R0/6 Unfall Foto

D-Rad R0/6 Foto D-Rad R0/6 Foto D-Rad R0/6 Umbau Weiss lackiert Foto

Zeitungsartikel

Das Motorrad der Deutschen Industrie-Werke A.-G. Trotzdem sich auch in Deutschland die Verwendung des Kraftwagens immer mehr einbürgert, nimmt im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern auch der Gebrauch von Motorrädern noch ständig zu. Wesentlich verstärkt wird diese Erscheinung durch die in den letzten Jahren gebotenen günstigen Abzahlungsbedingungen. In der Erkenntnis dieser Entwicklung haben sich die D-Rad-Werke in Spandau auf die Fabrikation von Motorrädern in großen Serien eingestellt und fließende Fertigung eingeführt. Das bekannte D-Rad wurde so hervorragend durchgebildet, daß es allen Anforderungen in Beziehung auf Leistungsfähigkeit und Fahreigenschaft genügt. Die formenschöne Maschine ist in ihrem Aufbau sehr stabil gehalten. Das Rad zeichnet sich durch hohe Lebensdauer selbst bei stärkstem Gebrauch auch auf schlechtesten Straßen aus. Der 500 ccm Motor ist als Einzylinder ausgebildet und ist mit dem Getriebe zu einem Block vereinigt. Die hohe Leistung von 11 PS ermöglicht auf Straßen erreichbare Geschwindigkeiten über 100 und mit besetztem Beiwagen über 80 km. Der Motor ist in allen seinen Teilen außerordentlich zweckmäßig durchgebildet. Besonders soll darauf hingewiesen werden, daß alle drehend beanspruchten Teile in Rollenlagern laufen, so daß meßbare Abnutzungen selbst in außerordentlich langer Zeit kaum festzustellen sind. Eine zentrisch angeordnete Druckspritzölung sorgt für reichliche Schmierung sämtlicher inneren Organe. Durch die in Oel laufende Stahllamellenkupplung wird besonders weiches Anfahren ermöglicht. Zum Antrieb vom Getriebe auf die Hinterradachse ist eine aus besten Materialien angefertigte Kette vorgesehen. Das Hinterrad selbst läßt sich mit Hilfe einer Steckachse leicht herausnehmen, ohne daß die Kette gelöst zu werden braucht. Kräftig dimensionierte Vorder- und Hinterradbremsen gestatten leichtes und schnelles Anhalten, so daß auch beim Fahren mit Beiwagen größte Fahrsicherheit erreicht wird. Der elastische Sattel gibt eine bequeme, weiche Sitzstellung, so daß der Körper selbst auf großen Strecken nicht ermüdet. Die sehr gut durchgebildete Federung ermöglicht auch bei schlechtesten Straßenverhältnissen vorzügliche Durchschnittsgeschwindigkeiten. In seinem heutigen Aufbau entspricht das D-Rad mithin allen Anforderungen, die für Sport- und Reisezwecke gestellt werden können. Das D-Rad mit Seitenwagen läßt sich außerordentlich vielseitig verwenden (vgl. Abbildung). Für Handel, Industrie, Banken, Verkehrsunternehmen usw. ist es als Nutzkraftfahrzeug für den Transport mittlerer Lasten hervorragend geeignet. Die Einzelheiten des Lieferseitenwagens sind folgende: Karosserie: Naturlasierte Kiefern-Stabhölzer, überlappt, auf Holzrahmen aufgeschraubt, Oberteil mit Zinkblech bespannt, schwarz lackiert, aufklappbarer Deckel; Federung: Aufhängung in 3 besonders starken Federn; Laderaum: Länge 1250 mm, Breite 630 mm, Höhe 700 mm; Tragfähigkeit: 175 bis 180 kg; Fassungsvermögen: etwa 0,6 cbm. An Stelle des Lieferaufbaues kann auf dem Seitenwagenuntergestell leicht eine Personenkarosserie aufmontiert werden. Der Seitenwagen selbst ist durch wenige Handgriffe lösbar, daher auch Verwendung des D-Rades als Solo-Maschine für Beruf, Reise und Sport. Das D-Rad ist ein besonders schnelles, zuverlässiges Beförderungsmittel für Stadt-, Vorort- und Ueberlandverkehr und äußerst sparsam im Betrieb und in der Unterhaltung.

 

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